Verein für Deutsche Spitze e.V.

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Emmas Albtour im Juli 2015

Gestern holte mein Fraule den kleinen, grünen Rucksack aus dem Schrank. Ganz aufgeregt wird mir klar, wir gehen wieder auf Tour. Aber es ist doch noch gar nicht Herbst? Weil wir so gerne draußen schlafen, hat sie entschieden, dass wir uns schon im Sommer auf den Weg machen. Ob das so eine gute Idee ist? Na ja, letztes Jahr hatten wir gar keinen Sommer.

Meine Tochter Gil, Frauchen Ursel und ich ziehen am nächsten Morgen los. Bille muss auf Paul und die Seniorenmannschaft aufpassen. Über Sontheim erreichen wir die Tiefenhöhle bei Laichingen. Hier ist eigentlich das Ziel für den ersten Tag. Aber wir sind noch so fit und schaffen es bis nach Westerheim. Das Gartenhaus von Frau Kneer ist super, und vor dem Schlafengehen müssen Gil und ich unbedingt noch ein paar Mäuse jagen.

In aller Herrgotts Frühe geht’s dann weiter, und schon bald erreichen wir den Filsursprung bei Wiesensteig. Ich würde gern hier bleiben, aber das Freischwimmbad liegt genau am Wanderweg, und Ursel braucht auch dringend eine Abkühlung. Wir werden im Schatten geparkt und müssen den Rucksack bewachen. Weil wir Spitze unsere Aufgabe ernst nehmen, ist an ein Schläfchen nicht zu denken. Endlich kommt sie wieder und es geht weiter.

Was hat sie sich bloß dabei gedacht? Steil bergauf über eine Ziegenweide und dann noch steiler bergab. Was soll denn das?

Nach Stunden schleppen wir uns auf den Campingplatz im Winkelbachtal. Stöhn!!!!!!!!!! Meine Pfoten tun so weh, der Boden ist viel zu heiß. Was Frauchen gut tut kann uns auch nicht schaden. Eisgel und Arnikasalbe tun uns allen gut.

Am nächsten Morgen, es ist kaum hell, wandern wir hinauf auf den Kornberg. Es ist schon wieder drückend heiß, und ich hätt' gern meinen dicken Pelz los. Wie gut hat's da ein Kurzhaarhund! Weil es hier oben so schön ist legen wir eine Pause ein. Grade sind wir am Einschlafen als ein Feldhase fast über uns springt. Wir erschrecken mindestens ebenso wie er und vergessen ganz, dass man dem hinterher könnte.

In Bad Boll sitzen wir stundenlang im Cafe, aber Ruhe haben wir nicht wirklich. Während Fraule ihren Kaffee genießt werden wir ständig gestreichelt und getätschelt. Die lieben Frauen sind ganz begeistert von uns Hübschen, und ich trau mich nicht die Augen zuzumachen. Und dann müssen wir weiter. Es ist doch viel zu heiß! Da hätten wir so ein tolles Angebot – Übernachtung im VW-Bus – super!!! Aber nein, Ursel meint es reicht noch nicht. Endlich kommen wir an den Pliensbach. Hat sie jetzt nicht doch auch genug? Auf jeden Fall kommt sie ganz lang nicht mehr aus dem eiskalten Wasser. Aber weil wir heute Abend Futter brauchen geht es doch noch weiter.

In Hattenhofen dürfen wir wieder im Gartenhaus schlafen. Es ist zwar wunderschön hier mit ganz vielen Blumen und so, aber Mäusebuddeln hat Fraule strikt verboten.

Wir laufen heute zum Kloster Adelberg. Sie hat mir erzählt, dass ich dort meinen Bruder Etzel treffe. Gil und Ursel fahren ein Stück mit dem Bulldog. Mir ist das nicht geheuer. Da lauf ich lieber. Keine gute Idee. Ich muss mich ziemlich anstrengen.

Der Weg ist schön, aber diese Hitze! Zum Glück machen wir drei Stunden Mittagsschlaf im Wald. Am Stausee machen wir nochmal Rast. Gil und ich sind so genervt dass wir heute keine Streicheleinheiten wollen – nur unsere Ruhe.

Elisabeth und Etzel erwarten uns schon am Kloster, und wir dürfen die letzten Kilometer bis Birenbach im Auto fahren.

Heute ist Samstag – Ruhetag – Gott sei Dank!

Ursel und Elisabeth gehen Schuhe kaufen. Etzel muss im Wohnzimmer bleiben, und wir erholen uns im kühlen Flur. Hab ich das nicht perfekt eingefädelt? Weil ich wieder Nachwuchs haben will und mein Auserwählter ganz woanders wohnt, werden wir nicht nach Leutenbach und Beilstein laufen, sondern wieder Richtung Heimat. Ich bin der Meinung dass wir eigentlich auch fahren könnten, aber wie sagt Fraule immer: „Nur wo man mit den Füßen war, war man richtig.“

Das wird sie dieses Jahr noch eine Weile spüren, und ich hoffe dass es nächstes Jahr wieder ein bisschen kühler ist, wenn wir losziehen.

Einen hoffentlich nicht mehr ganz so heißen Sommer

                                  wünscht Euch  

                                                       Emma

Text und Fotos: U. Schleicher

     
 
 
  
       
 
 

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